HISTORISCHER UMBAU MIT FACHWISSEN UND FEINGEFÜHL

Holz ist dauerhaft und langlebig. Dies beweist das eindrückliche Bauernhaus in Galgenen. Mit Baujahr 1785 hat es schon einiges im Marchgebiet erlebt und auch etliche kalte Winter überstanden. Ein Umbau des 232-jährigen Hauses ist eine grosse Herausforderung, die jeden Zimmermann mit Stolz erfüllt. Denn hier ist Fachwissen, Kompetenz und viel Feingefühl gefragt.

Gute Zusammenarbeit bildet die ideale Basis
Ein Umbau eines 232-jährigen Bauernhauses ist kein alltägliches Projekt. Die Herausforderung beginnt bereits in der Planungsphase. Klar war, dass insgesamt drei moderne heimelige Wohnungen entstehen sollen. Doch wie sehen die konkreten Vorstellungen des Bauherrn aus? Welche Ideen sind realistisch und wo wird der Denkmalschutz sehr wahrscheinlich Einspruch erheben? Unsere langjährige Erfahrung, gerade beim Umbau von historischen Objekten, kam dem Bauherrn hier zugute. Unsere Projektleiter kennen sich bestens mit den vielen regulatorischen Vorlagen aus und konnten zusammen mit dem involvierten Architekten, Herrn Toni Schnellmann, den Bauherrn, Judith und Hans Züger, optimal beraten. Zudem war es sehr vorteilhaft, dass Herr Züger von Anfang an offen für unsere Ideen und Vorschläge war. Ideale Voraussetzungen für einen reibungslosen Umbau.
Für Überraschungen gewappnet sein
Das stattliche Bauernhaus musste komplett saniert und renoviert werden. Dach, Böden, Fenster, Aussenwände - die Liste war lang. Denn die Jahre hatten ihre Spuren hinterlassen. Ungewiss war in der Anfangsphase, welche Bauteile repariert oder teilweise ersetzt werden mussten. In welchem Zustand waren die Holztragwerke wirklich? Erst beim Umbau würde Genaues ans Licht kommen. Eine rollende Planung und ein gutes, flexibles Zeitmanagement waren angesagt.

In gekonnter alter Zimmermannskunst
Das alte Haus sollte zwar modernisiert, doch der alte Stil aussen und innen, soweit als möglich, beibehalten werden. Ziel war es, möglichst viel der alten Substanz zu erhalten, was vom Denkmalschutz natürlich begrüsst wurde. Dennoch wurden alle Fenster komplett ersetzt, neue Fenstereinfassungen eingebaut und die Abwürfe, wo notwendig, neu erstellt. Sogar einige Schindeln auf der Nordseite der Fassade wurden sorgfältig ausgewechselt. Das Haus erstrahlt nun im hübschen renovierten Blockbau-Stil.

Die geplante Umwandlung des Bauernhauses stellte neue Anforderungen auch an die Statik: Die Dachkonstruktion und gewisse Bohlenbalken mussten nach alter Zimmermannskunst repariert, verstärkt oder sogar ausgewechselt werden. Weiter erhielt der Dachstock eine hübsche Gaube und wurde für die geplante Wohnung komplett saniert und gedämmt. Viele Bauteile hatten alte Ausschnitte und Ausfräsungen aus früheren Umbauten. Mit viel Geduld flickte der Bauherr die alten Strickwände. Eine zeitaufwändige Arbeit, die sich wirklich gelohnt hat. Auch die alten Block- und Riegelwände wurden saniert und mit einer hübschen Naturholzplatte verkleidet. Die drei errichteten Wohnungen strahlen eine heimelige Atmosphäre aus.

Moderner Anbau im Holzsystembau
Im Verlauf der Umbau- und Sanierungsarbeiten waren immer wieder Lösungen für auftauchende Herausforderungen gefragt. Dies erforderte eine enge Zusammenarbeit mit dem Bauherrn, dem Architekten und dem Denkmalschutz. Gespräche, die wichtig waren, um zufriedenstellende Lösungen zu finden. So auch bei der gewünschten Solaranlage. Diese hätte von der Sonnenausrichtung her auf dem Altbau platziert werden sollen. Doch dieses Vorhaben wurde von der Denkmalpflege nicht bewilligt. Daher steht heute die Solaranlage auf dem Dach des modernen Anbaus. Sogar mit integriertem Dachfenster.

Der zweigeschossige Anbau im Holzsystembau gliedert sich hübsch ans Bauernhaus an. Modern und alt - eine gelungene Kombination. Und im Gegensatz zum Haupthaus sind hier grosse Fensterfronten möglich. Ein schöner Ausblick ins Grüne.

Ein gelungener Abschluss
Der Umbau startete im April 2016 und am 20. Februar 2017 konnten die Schlüssel den glücklichen Mietern übergeben werden. Die Verwandlung vom alten Einfamilienhaus zum modernen Mehrfamilienhaus dauerte lediglich neun Monate. Eine tolle Leistung aller involvierten Partner, bei denen wir uns an dieser Stelle herzlich bedanken wollen. Der gelungene Abschluss dieses historischen Projektes bildete die Baubesichtigung vom 18. März 2017. Trotz schlechtem Wetter kamen viele Interessierte, um das Haus sowie die moderne Solaranlage vor Ort zu besichtigen und mit dem Bauherrn anzustossen.

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