DER HOLZBAU EROBERT DIE MEHRGESCHOSSIGKEIT

Holzbauten sind bezüglich der Ökologie anderen Bauweisen klar voraus. Dies ist bereits in allen Köpfen und der Trend ist beim Bau von Einfamilienhäusern klar erkennbar. Weshalb sollten die Vorzüge des Holzbaus nicht auch für Hochhäuser gelten? Die Walter Kälin Holzbau AG hat bereits einige Hochhäuser in Auftrag erstellt. Nun wollen wir einen Schritt weiter gehen und ein eigenes Bauprojekt lancieren: Ein sechsgeschossiges Wohnhaus in Uster - eine Verwandlung vom Ein- zum Mehrfamilienhaus.

 

Holzhochhaus Uster

Holzhochaus Uster_2

Unbegründete Vorurteile
Ein mehrgeschossiger Bau aus Holz löst bei einigen Bauherren leider immer noch ungute Gefühle aus. Wie steht es um die Statik? Kann das Holz die schweren Lasten in einem mehrgeschossigen Gebäude tragen? Und was, wenn ein Feuer im Mehrfamilienhaus ausbrechen sollte? Hört man nicht die Nachbarskinder auf dem Holzboden herumrennen? Unbegründete Vorurteile. Denn Holzbauten sind genau so sicher wie Massivbauten.


Gemäss Brandschutzgesetz sind alle Baustoffe gleich
Seit Inkrafttreten der neuen Brandschutzvorschriften ab Januar 2015 ist es nun offiziell. Holz wird als Baustoff nicht mehr mit einer Sonderregelung behandelt. Wissenschaftliche Studien haben nachgewiesen, dass nicht die Brennbarkeit eines Baustoffs, sondern die brandschutztechnische korrekte Ausführung der Konstruktion das massgebende Kriterium für das Brandverhalten ist. Fazit: Richtig geplant und ausgeführt ist ein Holzhaus genauso sicher wie jedes andere Gebäude.

Für all unsere Projekte erarbeitet die Walter Kälin Holzbau AG umfangreiche Brandschutzkonzepte. Darin werden Fluchtwege, Tragwerke sowie Brandabschnitte detailliert aufgeführt. Das Konzept muss von einer offiziellen Stelle, z.B. der Gebäudeversicherung des Kanton Zürichs, überprüft und abgenommen werden.

Statik und Schallschutz - die richtige Planung macht's aus
In einem Holzhochhaus wirken wie in jedem anderen mehrgeschossigen Gebäude verschiedene Kräfte. Und obwohl Holz leichter als andere Materialien ist, kommt da einiges an Gewicht zusammen. Hier sind Fachspezialisten gefragt. Für diesen Zweck werden externe Holzbauingenieure beigezogen. Sie berechnen die Lasten sowie die wirkenden Kräfte und definieren dann die nötige Materialstärke für die verschiedenen Deckenkonstruktionen.utz gibt es ebenfalls Normen, die unabhängig vom eingesetzten Baumaterial eingehalten werden müssen. Nicht das Baumaterial, sondern die richtige Planung ist somit für die Lebensqualität der Bewohner entscheidend. Denn, ob schliesslich Familien mit Kinder oder ältere Personen in Uster einziehen werden, ist irrelevant. Klar ist, dass jeder Mensch ein Bedürfnis nach Ruhe hat. 

Aus Einfamilien- wird Mehrfamilienhaus

Uster_vorher

Uster_vorher

Das alte Einfamilienhaus aus den 1890-iger Jahre soll komplett abgerissen werden, um Platz für den sechsgeschossigen Hochbau zu machen. Ein Neubau mit möglichst viel Holzanwendungen im gesamten Gebäude. Denn wir wissen ja nun, dass Statik, Brand- und Schallschutz keine Hinderungsgründe für Holzhochhäuser sind. Die rasche Bauzeit dank der im Werk vorgefertigten Holzelemente, die ökologischen Aspekte sowie das Wohlfühlklima für die Bewohner sind weitere wichtige Argumente, die für die Wahl dieses nachwachsenden Rohstoffes auch im Hochhausbereich sprechen. 

Geplant sind fünf bis sechs Kleinwohnungen mit 2.5 bis 3.5 Zimmer. Ob Miet-, Eigentumswohnungen oder moderne Alterswohnungen - die Wohnart ist noch nicht definiert. Zurzeit ist das gesamte Projekt noch im Planungsstadium. Die Detailklärungen mit Behörden sind bereits erfolgt, das Baugesuch wurde jedoch noch nicht eingereicht.

Uster Umgebung

In einem zweiten Schritt gilt es, die Nachbarn einzubeziehen. Ein wichtiger Schritt. Denn unsere langjährige Erfahrung hat uns gelehrt, dass offene und vor allem frühzeitige Gespräche mit allen Beteiligten sehr wichtig für ein reibungsloses Bauverfahren sind. Auch im Büro sind weitere Massnahmen geplant: Die Kostenerfassung und das Erstellen des definitiven Nutzungkonzeptes stehen an. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein, bis dann gibt es noch vieles zu erledigen...

 

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