Doppelter Beweis in Zug Holzhochhäuser sind die Zukunft des Bauens

Seit Sommer 2018 steht eines der ersten Schweizer Holzhochhaus in Risch-Rotkreuz. Das Gebäude hat zehn Stockwerke und erreicht 36 Meter Höhe. Es steht auf dem Suurstoffi-Areal. Zug Estates hebt Nachhaltigkeit, kurze Bauzeit und Wirtschaftlichkeit hervor. Deshalb folgte ein weiteres Projekt: das 60 Meter hohe „Arbo“.

 

 

 

Suurstoffi – ein Vorzeigeareal

Das Suurstoffi in Risch-Rotkreuz im Kanton Zug, ist ein führendes Schweizer Leuchtturmprojekt für nachhaltige Arealentwicklung und pionierhaften Holzbau. Mit einer Zero-Zero- Vision wird dieses gemischt genutzte Quartier nahezu CO2-frei und fossilfrei betrieben, versorgt durch innovatives Anergienetz und eigene Solaranlagen. Obwohl grosse Teile wie der HSLU-Campus und die Holzhochhäuser bereits in Betrieb sind, befindet sich das autofreie Quartier in seiner finalen Bauphase, die voraussichtlich Mitte 2027 abgeschlossen wird.

Bedeutung Anergienetz:

Ein Anergienetz ist ein Niedertemperaturnetz zur Speicherung und Verteilung von Umweltwärme und Abwärme in einem Quartier.

  • Es zirkuliert Wasser auf niedrigem Temperaturniveau ( etwa 10 bis 25 Grad Celsius )
  • Die Energie stammt aus regenerativen Quellen ( z.B. Geothermie, Grundwasser oder überschüssige Abwärme )
  • Gebäude nutzen Wärmepumpen, um die niedrige Temperatur für die Heizung anzuheben und können die Kälte oft zum Kühlen nutzen.
  • Es ermöglichst einen hocheffizienten und CO₂-freien Betrieb von Arealen.

 

 

 

Areal suustoffi

Das zukunftsweisende Areal Suurstoffi: Foto Zug Estates

Holzbau als nachhaltige Wahl

Das zehnstöckige Bürogebäude schliesst das Areal ab. Architekt Daniel Krieg nennt Nachhaltigkeit und Zeitersparnis als Hauptgründe für Holz. Holz braucht in Fertigung, Transport und Montage weniger Energie als Beton. Verglichen mit Stein oder Beton reduziert Holz den CO2-Ausstoss deutlich. Holz bindet CO2 und verbessert die Ökobilanz. Schweizer Wälder liefern viel Rohmaterial; das Nutzungspotenzial ist noch nicht ausgeschöpft.

Das Hochhaus Suurstoffi 22 war in nur zwei Jahren fertig. Die Vorfertigung von rund 1’400 Elementen ermöglichte die schnelle Montage. Elemente wurden wetterunabhängig in der Halle vorbereitet. Geschoss für Geschoss wurde montiert, alle zehn Tage ein Stockwerk. Die Vorfertigung spart Zeit und reduziert Logistikaufwand vor Ort.

Ergebnis: Holzbau ist ökologisch und ökonomisch konkurrenzfähig. Was wiederum frühere Mieteinahmen dem Investor ermöglichst.

 

Holz und Beton-sinnvolle Kombination

Trotz Holz sind Betonelemente dort im Einsatz, wo es technisch oder brandschutztechnisch Sinn macht: Tiefgarage, Liftschacht und Erdgeschoss. Heute weiss man: gut dimensionierte Holzelemente verhalten sich im Brandfall kontrolliert. Das Gebäude besteht zu 85 Prozent aus Holz. Ein Teil der Hölzer stammt aus Schweizer Produktion. Sichtbare Holzelemente prägen die Innenräume und schaffen eine warme Atmosphäre.

 
Beitrag von Schweiz aktuell. SRF Schweizer Radio und Fernsehen.

ARBO- Suurstoffi Rotkreuz (ZG) 60-m-Holzhybrid für den HSLU-Campus

Arbo ist ein 15-geschossiges, ca. 60 m hohes Holz-Hybridhochhaus direkt am Bahnhof Rotkreuz. Seit 2019 nutzt die Hochschule Luzern (HSLU) den neuen Campus auf Baufeld 1-Arbo plus ein angeschlossenes Hauptgebäude.

Das Projekt steht für seriell vorgefertigten Holzbau, BIM/LEAN-gestützte Logistik und CO2-freies Heizen/Kühlen via Anergienetz des Quartiers.

 

 

Holzhochhäuser liegen im Trend

Weltweit entwerfen Architekturbüros höhere Holzbauten. Die Urbanisierung und der Flächendruck in den Städten treiben den Trend.

Holzhochhäuser bieten hohe Dichte bei geringerer CO2-Bilanz und schneller Bauzeit dank Vorfertigung.

Das macht sie nachhaltig und wirtschaftlich interessant. Wer mehr sehen will, findet in der WELT-Doku vertiefende Einblicke.

 

Holzhochhäuser: Architektur der Zukunft-Wie Holz die Bauwelt revolutioniert !

verfasst von:

Dave Lämmel

Dave Lämmel

Jun. Leitung Development

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