Photovoltaik 2026 -Das ändert sich für Anlagenbesitzer

Vergütung , Winterbonus und mehr

Infografik

Infografik: PV-Abregelung und Netzstabilität – 70-Prozent-Regel und Notfall-Eingriffe
Was bedeutet Abregelung bei Photovoltaik? Überblick zu 70-Prozent-Regel, Netzstabilität und möglichen Notfall-Eingriffen.

Die wichtigsten Neuerungen 2026 für Anlagenbesitzer in der Schweiz

Solaranlagen - Referenzen

 

2026 ändern sich in der Schweiz mehrere Spielregeln rund um die Photovoltaik-Vergütung. Wer eine neue Anlage plant oder die bestehende optimieren will, sollte Einmalvergütung, Rückliefervergütung, LEG und Abregelung kennen - denn das beeinflusst Ertrag, Eigenverbrauch und Speicherstrategie direkt.

Einmalvergütung bleibt 2026 in der Schweiz stabil - aber mit neuem Winterstrombonus

  • Die Vergütungssätze der Einmalvergütung bleiben 2026 stabil.
  • Neu ersetzt der Winterstrombonus den bisherigen Höhenbonus.
  • Gültig ab  1.Januar 2026 für neue Anlagen ab 100 kW, wenn im Winterhalbjahr > 500 kWh pro kW erreicht werden.

Rückliefervergütung: der Marktpreis wird wichtiger

Wenn keine Einigung zwischen Produzent und Netzbetreiber zustande kommt, orientiert sich die Vergütung neu am vierteljährlich gemittelten Marktpreis. Für kleinere Anlagen gibt es eine Mindestvergütung ( bis 30 kW aktuell 6 Rp./kWh)

 

Warum das wichtig ist

Je dynamischer die Vergütung, desto wichtiger werden Eigenverbrauch, Lastmanagement ( Wärmepumpe, E-Auto ) und Batteriespeicher - gerade bei tiefen Marktpreisen.  

Für wen ist eine LEG besonders spannend ?

  • Mehrfamilienhäuser / Areale
  • Gewerbe + Nachbarn im gleichen Netzgebiet
  • Projekte, wo Eigenverbrauch bisher - hängen bleibt !

LEG 2026 : Solarstrom lokal teilen und Netznutzung sparen

Mit der Lokalen Elektrizitätsgemeinschaft (LEG) darf lokal produzierter Solarstrom innerhalb desselben Netzgebiets / derselben Netzebene untereinander verkauft werden. Darauf gibt es reduzierte Netznutzungsgebühren (Rabatt aktuell 40 %, bzw. 20 % bei Nutzung der Transformationsnetzebene).

Batteriespeicher & Fassaden - PV : 2026 mit Rückenwind

  • Batteriespeicher: Unter Voraussetzungen ist eine Rückerstattung des Netznutzungsentgelts möglich (Messkonzept entscheidend).
  • Fassaden-PV: Das Verfahren wird einfacher, wenn die Anlage „genügend angepasst“ ist (z. B. max. 20 cm Abstand zur Fassade).

Netzstabilität und Abregelung

Mit dem weiteren Ausbau der Photovoltaik in der Schweiz gewinnt die Netzstabilität deutlich an Bedeutung. Deshalb erhalten die Verteilernetzbetreiber ( VNB ) zusätzliche Instrumente, um bei lokaler Überlastung die Einspeisung zu steuern - ein Thema, das Anlagebesitzer unbedingt kennen sollten.

  • Abregelung bis 3 % ohne Entschädigung: In Ausnahmefällen darf der Netzbetreiber am Anschlusspunkt bis zu 3 % der jährlich produzierten PV-Energie reduzieren, ohne dafür eine Vergütung auszuzahlen.
  • 70%-Regel als praxisnahe Lösung: Eine Einspeisebegrenzung auf 70 % der DC-Leistung ist eine verbreitete Methode. In der Praxis führt das häufig nur zu einem realen Minderertrag von unter 3 %. Der „überschüssige“ Solarstrom geht dabei nicht verloren, sondern kann direkt selbst genutzt (Eigenverbrauch) oder im Batteriespeicher zwischengespeichert werden.
  • Bestandsanlagen: Kosten nicht beim Besitzer: Falls für die technische Umsetzung eine Nachrüstung erforderlich wird, dürfen diese Kosten gemäss ElCom grundsätzlich nicht den Anlagenbesitzern belastet werden.

Praxis - Tipp : Wer 2026 neu plant oder optimiert, holt am meisten heraus, wenn PV- Anlage, Speicher und Verbraucher ( z.B. Wärmepumpe, E- Auto) als Gesamtsystem gedacht werden - so lässt sich Abregelung entschärfen und der Eigenverbrauch steigt.

FAQ Photovoltaik und Netzstabilizität

Was bedeutet Abregelung bei einer Photovoltaikanlage ?

Abregelung bedeutet, dass der Verteilnetzbetreiber die Einspeiseleistung deiner PV- Anlage temporär reduziert, wenn das Stromnetzt lokal überlastet ist. Das dient der Netzstabilität und kann häufiger relevant werden.

Wie viel darf der Netzbetreiber bei Photovoltaik 2026 abregeln?

Im Notfall darf der Netzbetreiber am Anschlusspunkt bis zu 3 % der jährlich erzeugten PV-Energie abregelnohne Entschädigung. Das ist als Ausnahmeinstrument für kritische Netzsituationen gedacht.

Was ist die 70 % - Regel bei der Photovoltaik ?

Die 70%-Regel ist eine technische Begrenzung der Einspeisung auf 70 % der DC-Leistung der PV-Anlage. Sie wird genutzt, um Netzspitzen zu reduzieren, ohne dass der reale Jahresertrag stark leidet.

Verliere ich mit der 70%-Regel viel Solarstrom?

Meistens nicht. In der Praxis liegt der reale Ertragsverlust oft unter 3 %, weil die Begrenzung vor allem kurze Leistungsspitzen betrifft. Zusätzlich kann der nicht eingespeiste Strom selbst verbraucht oder im Batteriespeicher gespeichert werden.

Hilft ein Batteriespeicher gegen Abregelung?

Ja - ein Batteriespeicher kann Abregelung abfedern, weil überschüssiger Solarstrom nicht ins Netz muss, sondern zwischengespeichert wird. In Kombination mit Verbrauchern wie Wärmepumpe oder E-Auto steigt der Eigenverbrauch zusätzlich.

Wer bezahlt eine Nachrüstung bei Bestandsanlagen wegen Abregelung ?

Wenn eine Nachrüstung technisch nötig wird, um Abregelung umzusetzen, dürfen diese Kosten gemäss ElCom grundsätzlich nicht den Anlagenbesitzern angelastet werden.

Fazit : 2026 lohnt sich eine PV - Anlage - aber nur mit sauberer Planung

2026 bringt neue Chancen (LEG, Winterbonus) und macht Vergütungen gleichzeitig marktnäher. Wer das Maximum herausholen will, plant PV nicht mehr „nur als Anlage“, sondern als System aus Produktion + Eigenverbrauch + Speicher + Steuerung.

Möchtest du wissen, was 2026 für dein Dach oder dein Projekt konkret bedeutet ?

Wir prüfen Ertrag, Einspeisung, Speicher und die besten Optionen ( inkl. LEG - Potenzial ) - und begleiten dich von der Auslegung bis zur Umsetzung.

Solaranlagen- Referenzen !

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verfasst von:

Walter Kälin

Walter Kälin

Eidg. dipl. Holzbau-Meister
Geschäftsleiter und Inhaber

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